Bartholomäus-Schink-Str.
Die Straße erinnert an Bartholomäus „Barthel" Schink (1927–1944), einen 16-jährigen Edelweißpiraten und Mitglied der „Ehrenfelder Gruppe", einer aktiven Widerstandsgruppe gegen den Nationalsozialismus, der Edelweißpiraten, Geflüchtete, Zwangsarbeiter, Juden und Deserteure angehörten.
Am 10. November 1944 hängte die Gestapo Schink zusammen mit zwölf weiteren Mitgliedern der Gruppe ohne Gerichtsverfahren öffentlich an der damaligen Hüttenstraße am Bahnhof Ehrenfeld auf — sechs der Hingerichteten waren erst 16 bis 18 Jahre alt. Die Edelweißpiraten galten jahrzehntelang als Kriminelle und wurden erst 2005 offiziell als Widerstandskämpfer rehabilitiert. 1984 ehrte Yad Vashem in Israel Bartholomäus Schink und Jean Jülich als „Gerechte unter den Völkern".
Der Eisenbahnviadukt mit den Bögen an der heutigen Bartholomäus-Schink-Straße steht seit 2009 unter Denkmalschutz.
Quellen: