Straßen·Lexikon Köln · Est. 2026
1 Denkmal

Heliosstr.

Länge
269 m
Hausnummern
50825: ungerade 15–53, gerade 2–54
Fotografien
3 Bilder
Stadtteil
2012

Die Heliosstraße ist nach der Helios AG für elektrisches Licht und Telegraphenanlagenbau benannt, einem der wichtigsten Industriebetriebe des frühen Ehrenfeld. Vorgängerin war die 1870 gegründete „Gesellschaft für elektrisches Licht und Telegraphenbau Barthel Berghausen und Cie", aus der am 31. Juli 1884 die Helios AG hervorging. Auf dem Höhepunkt arbeiteten in Ehrenfeld rund 1.000 Beschäftigte.

Helios war Weltmarktführer im Leuchtfeuerbau — die Leuchttürme Roter Sand, Borkum, Kampen und Wangerooge wurden hier gefertigt, ebenso die komplette Seezeichenanlage des Nord-Ostsee-Kanals mit ihren 20 Leuchtfeuern. Wirtschaftliche Schwierigkeiten führten zur Übernahme durch die Berliner AEG, die das Unternehmen ab 1905 abwickelte.

Sichtbarstes Erbe ist der Heliosturm (1885), bis heute Wahrzeichen Ehrenfelds.

Quellen:

Verbundene Baudenkmäler