Straßen·Lexikon Köln · Est. 2026
№ DE_05315000_A_4160 Große Neugasse 34 · Altstadt/Nord

Grinkopf

Typ
Kleindenkmal
Baujahr
1648
Denkmal seit
1987
Stadtteil
Altstadt/Nord
Fotografien
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Es handelt sich um einen Grinkopf, einen künstlerisch gestalteten Mauervorsprung, der das Widerlager für einen Balken bildete. Dieser an der Hauswand aufgerichtete Balken diente als Hilfsmittel für den Transport von Fässern und Waren über die Treppe in den Keller, indem um ihn ein Seil geschlungen wurde, an dessen Ende das Transportgut befestigt war.

Der Löwenkopf mit seinem grimmigen Gesichtsausdruck und der bewegten Mähne ist ein wichtiges Dokument für den bildnerischen Schmuck an Fassaden Kölner Bürgerhäuser, dem zugleich ein pratische Funktion erfüllte.

Die schon in romanischer Zeit nachweisbaren Grinköpfe haben zumeist die Gestalt eines Löwenkopfes, aber auch einer Teufelsfratze. Das vorliegende Werk, das vermutlich von dem von Hofkontrolleur Georg Henrich begonnenen und von Bierbrauer Johann Bohr 1648 vollendeten Hauses Severinstr. 149 stammt, gehört zu den späten, den schon barocken Beispielen und ist auch von daher von besonderer Bedeutung. Da in Köln nach 1676 keine Grinköpfe mehr nachweisbar sind.

Detail-Daten · Denkmalliste der Stadt Köln

Baudenkmalnr.
DE_05315000_A_4160
Typ
Kleindenkmal
Bezeichnung
Grinkopf
Adresse
Große Neugasse 34 , 50667 Köln
Stadtteil
Altstadt/Nord
Baujahr
1648
Architekt
Georg Henrich, Johann Bohr
Eigentum
privates Eigentum
Denkmal seit
26.05.1987
Koordinaten
50.93973° N, 6.96106° E