Straßen·Lexikon Köln · Est. 2026
№ DE_05315000_A_4771 Trimbornstraße 11 · Kalk

Wohnhaus

Typ
Gebäude
Baujahr
1897
Denkmal seit
1988
Stadtteil
Kalk
Fotografien
0 Bilder
Street View wird geladen …

1897 erbaut, 4 Geschosse, 4 Achsen, Stuckfassade, rustiziertes EG, Mittelachse mit gekuppelten Fenstern (im 1. und 2. OG), 1. OG mit flachen Dreiecksgiebeln über Rosettenfries, im 2. OG Gebälkverdachung auf Girlandenfries über den Fenstern, 3. OG Fensterumrahmung mit Ohren. Kräftiges Kranzgesims, Stockwerksgesims und konsolgestützte Sohlbankgesimse. Elegante Stuckierung in Art des franz. Klassizismus. Haustüre erneuert. Hausflur mit originalem Fliesenboden, Deckenstuck, Stützbogen und Holztreppe mit Antrittspfosten. In den Wohnungen Deckenstuck, originale Wohnungs- und Zimmertüren.

Das laut Adreßbuch 1897 erbaute Wohnhaus besitzt die für diesen Bereich Kalks typische 4-achsige Stuckfassade mit 4 Geschossen. Die beiden Mittelachsen des 1. und 2. OG über dem rustizierten EG sind durch gekuppelte Fensterverdachungen axial betont, im 1. OG umgreift ein flacher Dreiecksgiebel über einem Rosettenfries die original erhaltenen Fenster, im 2. OG übernimmt ein schlichteres Gebälk über einem Girlandenfries diese Funktion. Im 3. OG zeigen die Fenster Stuckrahmen mit Ohren, das abschließende Dachgesims ist relativ kräftig angelegt. Die horizontale Unterteilung wird im 1. OG mit einem plastischen Stockwerkssims und einem konsolgestützten Sohlbankgesims gezogen, das sich in jedem Geschoß wiederholt. Die elegante Gesamtlösung erinnert an den französischen Barock bzw. Klassizismus. Die Haustüre wurde erneuert.

Im Innern wurde der Hausflur in der originalen Ausgestaltung mit Fliesenfußboden, Deckenstuck, Stützbogen und originalen Holztreppenhaus mit Antrittspfosten vorgefunden. Auch die Wohnungen zeigen noch Deckenstuck, Zimmer- und Wohnungsabschlußtüren aus der Erbauungszeit.

Der Industrievorort Kalk entwickelte sich außerhalb des Deutzer Rayon-Geländes explosionsartig in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts von einer Ansammlung von 3 Höfen mit Wallfahrtskapelle zu einer dicht besiedelten Arbeiterstadt mit zahlreichen Fabriken. Von diesen sind als bedeutendste noch heute die Chemische Fabrik Kalk und Klöckner-Humboldt-Deutz, früher Firma Liesegang, tätig.

Städtebaulich ist das Objekt Teil des noch überaus vollständig erhaltenen Straßenraumes und der Erstbebauung der Trimbornstraße, für den es maßstabbildend ist. Es bildet mit den gleichzeitig erbauten Nachbarhäusern Trimbornstr. 3 bis 36 ein städtebauliches Ensemble.

Detail-Daten · Denkmalliste der Stadt Köln

Baudenkmalnr.
DE_05315000_A_4771
Typ
Gebäude-Denkmal
Bezeichnung
Wohnhaus
Adresse
Trimbornstraße 11 , 51105 Köln
Stadtteil
Kalk
Baujahr
1897
Eigentum
privates Eigentum
Denkmal seit
09.12.1988
Koordinaten
50.93623° N, 6.99867° E