Kalk liegt im rechtsrheinischen Osten Kölns, östlich von Deutz, und ist der namensgebende Hauptort des gleichnamigen Bezirks. Auf 2,6 Quadratkilometern leben rund 25.000 Menschen – damit zählt Kalk zu den bevölkerungsreichsten und multikulturellsten Stadtteilen Kölns.
Erstmals erwähnt wird „Calke" 1003 in der Schenkungsurkunde Erzbischof Heriberts an die Abtei Deutz. Der Name geht auf „Kolk" (Sumpf) zurück. Jahrhundertelang war Kalk ein Bauerndorf rund um die Wallfahrtskapelle „Kalker Madonna" von 1666/67.
Den Wandel brachte das 19. Jahrhundert: 1856 gründete Sievers & Co. die spätere Maschinenbauanstalt Humboldt (KHD), 1858 entstand die Chemische Fabrik Kalk und wurde zum Zentrum der chemischen Industrie in Köln. Kalk wurde 1881 zur eigenständigen Stadt und kam 1910 zu Köln. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Ort zu 90 Prozent zerstört.
Nach Schließung der großen Fabriken in den 1980er- und 90er-Jahren wandelte sich Kalk grundlegend. Auf dem Gelände der Chemischen Fabrik entstanden Polizeipräsidium, Köln Arcaden und Odysseum. Vom Industrie-Kalk zeugen der Wasserturm von 1904, das Sudhaus der Sünner-Brauerei und die Halle Kalk, heute Spielstätte des Schauspiel Köln.