Straßen·Lexikon Köln · Est. 2026

Straße des 17. Juni

Länge
806 m
Hausnummern
51103: gerade 4–4a
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Stadtteil
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Benannt nach dem 17. Juni 1953 – jenem Tag, an dem in Ostberlin und in zahlreichen Städten der DDR Arbeiter und Bürger gegen die SED-Regierung aufstanden. Auslöser war der Beschluss der DDR-Regierung, die Arbeitsnormen um 10 Prozent zu erhöhen, ohne entsprechende Lohnerhöhung. Am 16. Juni traten Bauarbeiter auf der Stalinallee in Streik; am 17. Juni weitete sich der Aufstand zu einem allgemeinen Volksaufstand in der gesamten DDR aus. Sowjetische Panzer und die Volkspolizei schlugen den Aufstand mit Gewalt nieder; mindestens 55 Menschen kamen ums Leben. Die Bundesrepublik beging den 17. Juni von 1954 bis 1990 als „Tag der deutschen Einheit" und nationalen Feiertag (bis er 1990 vom 3. Oktober abgelöst wurde). Die in vielen deutschen Städten zu findende „Straße des 17. Juni" erinnert an dieses frühe Symbol des Widerstands gegen die SED-Diktatur.

Quellen: