Straßen·Lexikon Köln · Est. 2026
№ DE_05315000_A_7586 Platenstraße 49 · Ehrenfeld

Wohn- u. Geschäftshaus

Typ
Gebäude
Baujahr
um 1908
Denkmal seit
1995
Stadtteil
Ehrenfeld
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Erbaut um 1908; 3 Geschosse, ausgebautes Mansarddach mit Zwerchhaus; 3 Achsen (Eingang links); Putzfassade mit Stuckgliederung in Jugendstilformen; EG verändert (mit Wandfliesen verkleidet); Fenster 1./2. OG original (außer Fenstertür 2. OG), Mittelachsenbetonung durch eingezogene Balkone mit schmalen Austritten (originale ornamentierte Eisengeländer); Rahmung durch stilisierte Kolossalpilaster, von floral ornamentiertem Wandfeld überfangen; in der Dachzone durch Zwerchhaus mit stilisierter Rahmung überhöht; floral ornamentierte Brüstungsfelder (2. OG der Seitenachsen) u. Gesimsband am Dachansatz; unterschiedlich strukturierte Putzoberflächen (Mittelachse: Rauhputz; Seitenachsen: 1./2. OG Glattputz, 2. OG scharrierter Putz; Rückfront: 3 Achsen; verputzt; originale Fenster: 1. OG, 2. OG links; 2 erneuerte Gauben; Balkone in der Mittelachse (Originalgitter im 1. OG). Innen original: Holzgeländer (teilweise beschädigt) u. Handlauf im Holz; Treppe mit Terrazzobelag; Wandgliederung u. Deckenleiste im Vorflur; Wohnungsabschlußtür (geradeaus) u. Zimmertüren 1. OG; Grundrisse weitgehend original; Eingangssituation der Wohnungen verändert; Bestandteil des Denkmals ist auch ein Teil der ursprünglichen Hofmauer.

Die städtebauliche Entwicklung Ehrenfelds zu einem Vorort im Nordwesten Kölns beginnt um die Mitte des 19. Jh. von der Venloer Straße aus in nördlicher Richtung in Höhe der Leo- und Philippstraße. Bis zu seiner Eingemeindung im Jahr 1888 gewann Ehrenfeld infolge zahlreicher industrieller Ansiedlungen rasch an Bedeutung. Im Verlauf der daraus resultierenden zügigen Erschließung weiterer Bereiche Ehrenfelds wird dann bereits Anfang der 70er Jahre des 19. Jh. mit der Erschließung Ehrenfelds nördlich der Köln-Aachener Bahntrasse begonnen. Bereits 1872 hatte der Grundstücks- und Ziegeleibesitzer Julius Harff die Senefelderstraße als erste Querstraße zwischen Venloer- und Subbelrather Straße angelegt. Dieser neu erschlossene Wohnbereich wurde dann u. a. durch die Platenstraße und die Marienstraße als Querverbindung erweitert. Bis in das erste Jahrzehnt des 20. Jh. wurde die Platenstraße dann sukzessive bebaut. Aus dieser Bebauungsphase datiert auch das o. g. Objekt, dessen Fassadenaufbau sich noch an der historisierenden Architektur der Gründerzeit orientiert, wohingegen Detailformen wie die Ornamentflächen, das Brüstungsornament und die Gestaltung der Balkongeländer sowie die flächig angelegten Fassadenstruktur der Obergeschosse bereits dem Jugendstil angehören. Gemeinsam mit der weitgehend erhaltenen, ähnlich gestalteten Nachbarbebauung dokumentiert das o. g. Objekt die ursprüngliche Bebauung Ehrenfelds an der durch die Kirche St. Peter gekennzeichneten Schnittstelle zu Neuehrenfeld. Der Bezug des um die Jahrhundertwende errichteten Sakralbaus auf die Platenstraße als dominante Sichtachse betont deren Bedeutung für den städtebaulichen Zusammenhang im Bereich Subbelrather Straße/Simarplatz.

Detail-Daten · Denkmalliste der Stadt Köln

Baudenkmalnr.
DE_05315000_A_7586
Typ
Gebäude-Denkmal
Bezeichnung
Wohn- u. Geschäftshaus
Adresse
Platenstraße 49 , 50825 Köln
Stadtteil
Ehrenfeld
Baujahr
um 1908
Eigentum
privates Eigentum
Denkmal seit
10.08.1995
Koordinaten
50.95491° N, 6.91570° E