Blumenberg liegt im linksrheinischen Norden Kölns und gehört zum Bezirk Chorweiler. Mit rund 5.800 Einwohnern und einem Bau erst ab 1986 ist es der jüngste Stadtteil Kölns.
So jung der Stadtteil, so alt ist das Gebiet: Bei Ausgrabungen Ende der 1980er-Jahre fand man Spuren einer Besiedlung um 3500 bis 4000 v. Chr. sowie elf Hofbereiche mit Pfahlbauten aus der Zeit um 1000 v. Chr. Der Name geht auf den seit 1602 nachweisbaren Bloemberger Hof zurück. Vermutlich fand zumindest auf einem Teil des heutigen Stadtteilgebiets 1288 die Schlacht von Worringen statt.
1922 kam das Gebiet mit der Bürgermeisterei Worringen nach Köln und war von Oberbürgermeister Konrad Adenauer als „stille Landreserve" vorgesehen. Im Rahmen der „Neuen Stadt" war Blumenberg bereits seit 1963 als Stadtteil für 5.000 Einwohner geplant – gebaut wurde aber erst ab 1986, überwiegend mit Ein- und Mehrfamilienhäusern aus rotem Backstein.
Eine Besonderheit ist die autofreie Ökosiedlung, eine der ältesten ihrer Art in Deutschland, mit Regenwassernutzung und Solarenergie. Sehenswert ist das Gemeindezentrum St. Katharina von Siena des Architekten Heinz Bienefeld. Blumenberg ist ein junger, grüner Stadtteil – das Durchschnittsalter liegt deutlich unter dem Kölner Schnitt – mit S-Bahn-Anschluss und Nähe zu Fühlinger See und Worringer Bruch.