Worringen ist der nördlichste Stadtteil Kölns, liegt linksrheinisch am Fluss und gehört zum Bezirk Chorweiler. Rund 10.200 Menschen leben hier auf 11,72 Quadratkilometern.
Der Name geht vermutlich auf ein römisches Kastell („Castrum Boruncum") zur Sicherung der Straße zwischen Neuss und Köln zurück; das Gebiet war schon vorrömisch von Eburonen und Ubiern besiedelt. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem 10. Jahrhundert.
Bekannt ist Worringen vor allem durch die Schlacht von Worringen am 5. Juni 1288, eine der größten Ritterschlachten des Mittelalters. Auf der Fühlinger Heide besiegte ein Bündnis aus dem Herzog von Brabant, mehreren Grafen und der Kölner Bürgerschaft den Kölner Erzbischof Siegfried von Westerburg. Der Sieg war ein entscheidender Schritt Kölns zur Unabhängigkeit; ein Denkmal in der Ortsmitte erinnert daran.
1922 wurde Worringen nach Köln eingemeindet – ausschlaggebend waren Pläne für ein Industriegebiet am Rhein. Bis heute pflegen die Worringer eine gewisse Distanz zu Köln und feiern einen eigenen Karneval mit Zug am Rosenmontag.
Sehenswert sind der alte Turm von Alt St. Pankratius, die historischen Höfe an der Sankt-Tönnis-Straße und das Naturschutzgebiet Worringer Bruch, ein verlandeter Rheinarm. Viele Worringer arbeiten in der Chemieindustrie im benachbarten Chempark Dormagen.