Marienburg liegt im Süden Kölns am linken Rheinufer und gehört zum Bezirk Rodenkirchen. Der Stadtteil zählt zu den exklusivsten und besterhaltenen Villenvierteln Deutschlands.
Die Geschichte reicht weit zurück: Um 20 nach Christus entstand hier das römische Flottenkastell Alteburg, das mehr als tausend Personen Platz bot und 276 von den Franken zerstört wurde. Der Name Marienburg geht auf einen Landsitz zurück, den ein Grundstücksbesitzer 1844/45 nach seiner Tochter Maria benannte. Einziger früher Industriebau war die 1873 gegründete Rheinische Aktienbrauerei Alteburg.
Den Ausbau zum Villenvorort verdankt Marienburg dem Kaufmann Ernst Leybold, der ab 1874 das Gut Marienburg übernahm und ein herrschaftliches Wohngebiet plante – mit Straßen nach Plan, großen Grundstücken und Kanalisation. Der eigentliche Bauboom folgte nach der Eingemeindung 1888. Entlang geschwungener Straßen entstanden Villen und palastartige Wohnsitze des „kölschen Adels".
Da Marienburg im Krieg weitgehend verschont blieb, sind zahlreiche Villen erhalten; vergleichbar sind nur Berlin-Grunewald oder Grünwald. Zum grünen Charakter tragen der Südpark und ein Golfplatz bei.