Roggendorf/Thenhoven ist der nördlichste linksrheinische Stadtteil Kölns und gehört zum Bezirk Chorweiler. Mit 13,76 Quadratkilometern bei nur rund 4.800 Einwohnern ist es flächenmäßig groß, aber dünn besiedelt.
Der Doppelname verweist auf zwei ehemals eigenständige Straßendörfer. Thenhoven geht möglicherweise auf ein 948 erwähntes Stift „Thiedinhove" zurück. Beide Orte gehörten zur Herrlichkeit Worringen und kamen 1922 mit der Bürgermeisterei Worringen nach Köln. Da sie einzeln zu klein für eigene Stadtteile waren, wurden sie 1975 im Zuge der Gebietsreform zu einem Stadtteil zusammengelegt – über die Reihenfolge der Namen gab es Streit. Bereits seit dem 19. Jahrhundert waren beide Dörfer entlang der Quettinghofstraße zu einem Doppeldorf zusammengewachsen.
Der Stadtteil hat seinen ländlich-dörflichen Charakter bewahrt: Außerhalb des Ortskerns bestimmen Felder und das Waldgebiet Chorbusch das Bild, durch das der Pletschbach fließt. Am Rand des Chorbusch liegt das 1750 bis 1755 erbaute Schloss Arff.
Bundesweite Schlagzeilen machte 1975 ein Kölner Sozialprojekt: Achtzehn Sinti-Familien zogen in Roggendorf von einem Abstellplatz aus Eisenbahnwaggons in feste Häuser.