Widdersdorf liegt im äußersten Westen Kölns und gehört zum Bezirk Lindenthal. Auf 5,6 Quadratkilometern leben rund 12.400 Menschen.
Widdersdorf war über Jahrhunderte ein eigenständiges Dorf und gehörte lange zur Gemeinde Brauweiler. Verwaltungstechnisch wechselte der Ort mehrfach – über die Ämter Freimersdorf, Brauweiler, Lövenich und Weiden – blieb dabei aber stets ein kleines, landwirtschaftlich geprägtes Dorf; 1964 hatte es nur rund 1.150 Einwohner. Im Zuge der kommunalen Gebietsreform wurde Widdersdorf zum 1. Januar 1975 nach Köln eingemeindet.
An die Ortsgeschichte erinnert die 1902 in Widdersdorf gegründete Sester-Kölsch-Brauerei, die später nach Ehrenfeld umzog; die denkmalgeschützten Backsteingebäude der späteren Kornbrennerei sind erhalten.
Seit den 1970er-Jahren wuchs Widdersdorf durch zahlreiche Neubaugebiete stark an. In jüngerer Zeit entstand am westlichen Rand mit „Prima Colonia" eines der größten Neubaugebiete der Region, wodurch sich die Einwohnerzahl noch einmal deutlich erhöhte. Heute ist Widdersdorf ein gefragter, familienfreundlicher Wohnstadtteil, der trotz des Wachstums dörfliche Züge bewahrt hat.