Adolf-Kober-Str.
Die Adolf-Kober-Straße in Stammheim verbindet in der GAG-Siedlung "Stammheim Nord" die Moses-Heß-Straße mit der Elias-Gut-Straße.
Dr. Adolf Kober (1879-1958) war jüdischer akademischer Religionslehrer und Rabbiner in Köln.
Benannt nach Adolf Kober (1879–1958), bedeutendem Kölner Rabbiner und jüdischem Historiker. Kober wurde in Beuthen, Oberschlesien geboren und promovierte 1903 mit einer Arbeit über die mittelalterliche Geschichte der Juden in Köln. 1906–1908 war er Hilfsrabbiner in Köln, 1908–1918 Rabbiner in Wiesbaden, dann ab 1918 bis zu seiner Emigration 1939 Rabbiner an der Synagoge Roonstraße in Köln. Kober war zugleich einer der wichtigsten Forscher zur Geschichte der Juden in Köln — er gestaltete 1925 die Abteilung „Juden und Judentum im Rheinland" der Jahrtausend-Ausstellung der Rheinlande, gründete 1928 das Jüdische Lehrhaus. In der Pogromnacht 1938 wurde er misshandelt und floh 1939 in die USA. Sein bedeutendstes Werk, die Geschichte der Juden in Köln, erschien im Exil. Kober starb 1958 in New York. Die Adolf-Kober-Str. ehrt einen der wichtigsten jüdischen Kölner.
Quellen: