Straßen·Lexikon Köln · Est. 2026
Stadtteil im Bezirk 9 · Mülheim

Stammheim

Stammheim liegt im rechtsrheinischen Norden Kölns direkt am Rhein, gegenüber von Niehl, und gehört zum Bezirk Mülheim. Rund 7.300 Menschen leben hier.

Der Name geht auf einen königlichen Hof zurück, ein „Stammgut", das 959 erstmals urkundlich erwähnt wurde, als Erzbischof Bruno es der Kölner Abtei Groß St. Martin schenkte. Ab dem 12. Jahrhundert saßen hier die Ritter von Stammheim. 1818 erwarb die westfälische Familie von Fürstenberg den Rittersitz und ließ ein neues Schloss errichten. Graf Franz Egon von Fürstenberg-Stammheim engagierte sich stark für die Vollendung des Kölner Doms und wurde dafür 1856 zum ersten Ehrenbürger der Stadt Köln ernannt. 1914 wurde Stammheim nach Köln eingemeindet.

Schloss Stammheim wurde 1944 bei einem Bombenangriff vollständig zerstört; die Ruine später abgetragen. Erhalten blieb der Schlosspark, eine zwölf Hektar große Anlage, die der bekannte Gartenarchitekt Maximilian Friedrich Weyhe zwischen 1828 und 1832 anlegte. Er zählt zu den ältesten und bedeutendsten Landschaftsgärten Kölns; einige Bäume sind rund 200 Jahre alt. Seit 2002 dient er auch als Skulpturenpark mit wechselnden Ausstellungen.

Sehenswert ist außerdem die katholische Kirche St. Mariä Geburt. Eine Besonderheit ist das Großklärwerk Stammheim, die größte Kläranlage der Stadt.

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