Straßen·Lexikon Köln · Est. 2026

Domagkstr.

Länge
199 m
Hausnummern
51063: gerade 2–18
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Stadtteil
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Benannt nach Gerhard Domagk (1895–1964), deutschem Mediziner, Pathologen und Bakteriologen — Nobelpreisträger für Medizin 1939. Domagk wurde in Lagow (Brandenburg) geboren und kam 1927 als Direktor des Pathologischen Forschungslabors zur IG Farbenindustrie (Bayer) in Elberfeld (heute Wuppertal). Er testete dort die antibakterielle Wirkung neu entwickelter Farbstoffe und entdeckte 1932 die Wirksamkeit von Prontosil — dem ersten Sulfonamid und damit dem ersten antibakteriellen Wirkstoff, der gegen Streptokokken-Infektionen wirkte. Eine berühmte Episode: als seine eigene Tochter 1935 schwer an Streptokokken erkrankte, gab er ihr verzweifelt eine Dosis Prontosil — sie genas vollständig. Für diese Entdeckung erhielt er 1939 den Nobelpreis, durfte ihn aber wegen NS-Verbotes nicht annehmen; erst 1947 nahm er die Auszeichnung in Stockholm entgegen. Domagks Sulfonamide leiteten die Antibiotika-Ära ein und retteten Millionen Leben. Die Domagkstr. ehrt einen Bayer-Wuppertaler Forscher mit direktem rheinischem Bezug.

Quellen: