Straßen·Lexikon Köln · Est. 2026

Bonhoefferstr.

Länge
380 m
Hausnummern
51061: ungerade 13–25, gerade 2–20
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Stadtteil
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Benannt nach Dietrich Bonhöffer (1906–1945), evangelischem Theologen und einem der bedeutendsten Vertreter des christlichen Widerstands gegen den Nationalsozialismus. Bonhöffer wurde in Breslau geboren, studierte Theologie und wurde 1933 Pfarrer in London. Schon 1933 erkannte er die Bedrohung durch das Nazi-Regime und veröffentlichte den Aufsatz „Die Kirche vor der Judenfrage", in dem er die Kirche zum aktiven Widerstand gegen den Staat aufrief, wenn dieser Unrecht tut. Er gehörte zu den Gründern der Bekennenden Kirche und schloss sich dem militärischen Widerstand um den Kreisauer Kreis an. Im April 1943 wurde er von der Gestapo verhaftet und im Tegeler Gefängnis inhaftiert, später nach Buchenwald und Flossenbürg überstellt. Am 9. April 1945, wenige Wochen vor Kriegsende, wurde er im KZ Flossenbürg wegen Hochverrats hingerichtet — kurz vor der Befreiung. Sein theologisches Vermächtnis (Nachfolge, Widerstand und Ergebung) und sein Glaubenszeugnis machen Bonhöffer zu einer der wichtigsten Gestalten des Protestantismus im 20. Jahrhundert.

Quellen:

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