Straßen·Lexikon Köln · Est. 2026
6 Denkmale

Aduchtstr.

Länge
130 m
Hausnummern
50668: ungerade 1–11, gerade 2–12
Fotografien
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Stadtteil
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Die Aduchtstraße in der Neustadt Nord geht von der Blumenthalstraße bis zum Neusser Wall und hat ausschließlich mehrgeschossige Wohnbebauung. Der Name geht zurück auf eine altkölnische Patrizierfamilie. Es gibt die Sage von „Richmodis von Aducht", die nach einer Pestepidemie im Jahr 1357 scheintot auf dem Apostelnfriedhof am Neumarkt beerdigt und wieder „auferstanden" sein soll.

Benannt nach dem patrizischen Geschlecht von Aducht, einer der ältesten und einflussreichsten Kölner Patrizierfamilien des Hochmittelalters. Die Aducht spielten um 1270 eine prominente Rolle in der politischen Führung der Stadt; Werner von der Aducht war der Stammvater der Familie, sein Sohn — ebenfalls Werner — diente 1381/82 als Bürgermeister Kölns. Berühmt wurde die Familie durch Richmodis von Aducht (siehe Richmodstr. in Altstadt-Nord), die Heldin einer der bekanntesten Kölner Sagen: Sie wurde während der Pest 1349 scheintot beerdigt, kehrte aber wundersam zurück. Die Aducht gehörten zu den 15 sogenannten „Geschlechtern", aus denen sich die mittelalterliche Kölner Stadtregierung rekrutierte — bis der Verbundbrief 1396 diese patriziale Vorherrschaft brach.

Quellen:

Verbundene Baudenkmäler