Am Blauen Stein (Porz)
Straßenname mit vermutlichem Bezug auf einen historischen Grenz- oder Gerichtsstein. Im rheinischen Raum gab es mehrere "Blaue Steine": am bekanntesten der Blaue Stein am Domhof, an dem das erzbischöfliche Hochgericht seit 1243 die Verurteilten vor ihrer Hinrichtung ritüll anstössen liess – er stand vor dem "Hause zum Blauen Stein" am Domplatz und wurde 1829, nach der Einführung der französischen Justiz in Köln, abgetragen. Blaue Steine markierten in der Region oft auch Gerichts- oder Gemarkungsgrenzen; der Name leitet sich von der natürlichen Färbung des Basaltgesteins ab. In Ensen liegt die Straße an der historischen Grenze zur ehemaligen Bergischen Zollstation – bis Anfang des 19. Jh. trennte die Berg-Köln-Grenze die hiesigen Gemarkungen, und Grenzsteine waren entsprechend wichtig.
Quellen: