Ensen liegt im Südosten Kölns am rechten Rheinufer, gegenüber von Weiß und Rodenkirchen, und gehört seit 1975 zum Bezirk Porz. Heute leben rund 7.600 Menschen hier; mit dem westlichen Nachbarn Westhoven ist Ensen baulich zusammengewachsen.
Der Name geht vermutlich auf das keltische „an-isa" für fließendes Gewässer zurück. Eine andere Deutung leitet ihn von „Insel" ab, weil der alte Ortskern rund zehn Meter höher liegt als Westhoven und bei Hochwasser aus dem Wasser ragte. Erstmals erwähnt wird Ensen im Siegburger Mirakelbuch über Erzbischof Anno II., entstanden zwischen 1183 und 1187.
Die Einwohner lebten lange vom Ackerbau, vom Weinbau und vom Fischfang, vor allem Aal und Maifisch. Im 15. Jahrhundert gab es eine bergische Zollstation an der Landstraße von Deutz nach Porz, über die Heringe aus Lübeck und Feigen aus dem Mittelmeerraum ins Bergische gelangten.
Sehenswert sind die neugotische Pfarrkirche St. Laurentius von 1896 und das Alexianer-Krankenhaus, eine zwischen 1905 und 1908 im Stil des Bergischen Barocks erbaute psychiatrische Klinik mit angeschlossener Klostergärtnerei.