Heinrich-Renard-Str.
Benannt nach Heinrich Renard (1868–1928), einem der bedeutendsten Kirchenbaumeister Kölns und der ehemaligen preußischen Rheinprovinz. Renard wurde in Köln als Sohn des Bildhauers Edmund Renard d. Ä. (1830–1905) geboren, studierte an der Kölner Baugewerkschule, bei seinem Onkel Heinrich Wiethase und bei Max Meckel in Frankfurt am Main. Nach dem Tod seines Onkels übernahm er 1893 dessen Architekturbüro in Köln; 1897 wurde er von Kardinal Krementz gemeinsam mit Franz Statz zum Erzbischöflichen Baumeister ernannt, 1910 unter Kardinal Schulte zum Diozesanbaurat befördert. Renard arbeitete vor allem im späten Historismus der wilhelminischen Zeit und entwarf zahlreiche, zumeist katholische Kirchen in Köln und der Rheinprovinz. Sein bekanntestes Werk ist die Dormitio-Abtei (Kirche der heiligen Maria am Berg Zion in Jerusalem), die er im Auftrag Kaiser Wilhelms II. plante.
Quellen: