Heidbergweg
Straßenname mit Bezug auf einen lokalen Heidberg, einer typischen rheinischen Flurbezeichnung. Heid- bzw. Heide verweist im Mittelalter auf nicht-bewaldete, oft sandige und magere Landstriche, die als Schafweide oder Brennstoffquelle dienten und mit charakteristischen Pflanzen wie Heidekraut (Calluna vulgaris) und Wachholder bewachsen waren. Der Begriff "-berg" bezeichnet im flachen Rheinland nicht zwingend einen Berg im hochgebirgs-Sinne, sondern oft nur leichte Geländeerhebungen. Der Heidbergweg in Ensen liegt an einer solchen Erhebung am nördlichen Stadtteilrand – benachbart zum gleichnamigen Flurstück im Übergangsbereich nach Gremberghoven. Heid-Flurnamen sind im rechtsrheinischen Köln häufig (vgl. Merheimer Heide, Wahner Heide) und erinnern an die überwiegend sandigen Böden und ehemals weitläufigen Heidelandschaften der Region.
Quellen: