Straßen·Lexikon Köln · Est. 2026

Ricmudisweg

Länge
137 m
Hausnummern
51149: ungerade 1–15, gerade 2–16
Fotografien
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Stadtteil
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Benannt nach Richmodis von Aducht (mittelhochdeutsche Variante Ricmudis), der Heldin einer der bekanntesten Kölner Sagen. Die Geschichte spielt im Pestjahr 1357: Richmodis, Ehefrau des Patriziers und Bürgermeisters Mengis von Aducht, soll im Haus "Zum Papagei" am Neumarkt 6 gelebt haben. Als sie an der Pest stirbt, wird sie mit ihren Schmuckstücken bestattet; ein Totengräber will ihr nachts den wertvollen Ring vom Finger ziehen, öffnet den Sarg – und Richmodis erwacht. Sie kehrt im Totenhemd zu ihrem Haus zurück, doch ihr Mann glaubt nicht, dass es seine Frau sei, und ruft, ehe er das glauben werde, eher käme sein Pferd die Treppe heraufgestiegen. Im selben Augenblick poltern die Pferde aus dem Stall die Stiegen empor und stecken die Köpfe aus der Dachluke. Bis heute schauen am Richmodisturm am Neumarkt zwei hölzerne Pferdeköpfe aus dem Bodenfenster – die Brüder Grimm verewigten die Erzählung 1816 in ihren Deutschen Sagen als "Die Pferde aus dem Bodenloch". Der Ricmudisweg holt diese ur-kölnische Sage in das Ensener Frauennamen-Quartier.

Quellen: