Straßen·Lexikon Köln · Est. 2026
Stadtteil im Bezirk 7 · Porz

Westhoven

Westhoven ist ein kleines, ruhiges Rheindorf und liegt im Südosten Kölns direkt am rechten Rheinufer, gegenüber von Rodenkirchen. Der Stadtteil gehört zum Bezirk Porz und kam 1975 zusammen mit der bis dahin selbständigen Stadt Porz nach Köln. Heute leben hier rund 5.600 Menschen.

Erstmals erwähnt wird der Ort 922 in einer Urkunde für das Kölner Kloster St. Ursula. Beim Jahrhundert-Eisgang 1784 wurde das Dorf vom Rhein überflutet, in den Revolutionskriegen bis auf die Nikolauskapelle niedergebrannt. Diese romanische Kapelle von 1100 steht noch heute und ist Schiffern geweiht.

Das Ortsbild prägen militärische und industrielle Spuren: Auf Westhovener Boden liegen das Fort IX und das Zwischenwerk IXa des preußischen Festungsgürtels. In den ehemaligen Kasernen sind heute das Personalamt der Bundeswehr und eine forensische Klinik untergebracht. In den Mannesmann-Mulag-Werken entstand 1919 der „Riese von Poll", ein frühes Transozeanflugzeug; später baute Massey-Harris hier Landmaschinen.

Sehenswert sind außerdem der Gutshof Engelshof von 1880, heute Bürgerzentrum, und das Jugendstil-Wasserwerk von 1904. Die rund 70 Hektar große Westhovener Aue, ein früherer Truppenübungsplatz, ist heute Naherholungsgebiet und Hochwasserschutzfläche.

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