In der Westhovener Aue
Straßenname mit direktem Bezug auf die Westhovener Aue – das rund 70 ha große Auenlandschafts-Gebiet am rechten Rheinufer Westhovens. Die Aue war über Jahrhunderte landwirtschaftlich genutztes Schwemmland, in dem alle paar Jahre Hochwasser den Boden mit fruchtbarem Schlamm aufluden. 1936 errichteten hier deutsche Pioniere die Unverzagt-Kaserne, von 1951-1995 nutzten belgische Truppen das Areal. Nach den Hochwassern 1993 und 1995 entschloss sich die Bezirksregierung Köln zur Renaturierung: 2004-2005 wurden über 12.500 m² Militärbauten abgerissen, das Gelände als Retentionsraum für den Rhein freigeräumt und mit einheimischen Auenwald-Pflanzen bepflanzt. Heute ist die Westhovener Aue FFH-Gebiet der Europäischen Union mit Eisvogel, Biber, Auwald und einer eindrucksvollen Vogelwelt; im erhaltenen Zwischenwerk IXa haben sich Fledermäuse angesiedelt. Die Straße ist mit 1.488 m eine der längsten Westhovens.
Quellen: