Am Hirschsprung
Der Name Am Hirschsprung stammt aus der Jägersprache und bezeichnet einen ständigen Standort der Hirsche im Wald, an dem man das Abspringen, also den charakteristischen weiten Sprung des aufgeschreckten Rotwilds, häufig beobachten konnte. Die Straße wurde am 1. April 1937 angelegt und steht stellvertretend für das gesamte Brücker Wildtier-Quartier am Westrand des Königsforsts: Am Wildwechsel, Am Rehwechsel, Im Fuchsbau, Hermelinweg, Marderweg, Wieselweg, Dachsweg, Fasanenweg und Rinderweg gehören in dieselbe Themenfamilie — sie alle sind nach einheimischen Wildtieren oder Begriffen aus der Forst- und Jagdsprache benannt. Hintergrund war die Lage Brücks direkt am Königsforst, einem 2.519 Hektar großen, schon im Frühmittelalter als silva regis (Königswald) bezeichneten Bannwald, der bis 1803 zum kurkölnischen, danach zum bergischen Forsthoheitsgebiet gehörte. Am 10. März 1967 wurde mitten im Königsforst das Wildgehege Brück eröffnet (zunächst mit elf Wildschweinen und einem Rudel Dybowski-Hirsche), das das Quartier bis heute zu einem populären Naherholungsziel macht.
Quellen: