Straßen·Lexikon Köln · Est. 2026

Am Rosenhof

Länge
203 m
Hausnummern
50827: ungerade 1–11, gerade 2–10
Fotografien
4 Bilder
Stadtteil
2012

Mittelpunkt der Rosenhof-Gartensiedlung (auch „Bickendorf II" genannt), eines der bedeutendsten Beispiele für den sozialen Wohnungsbau der 1920er Jahre in Köln. Ab 1923 bis 1938 errichteten die Architekten Wilhelm Riphahn und Caspar Maria Grod im Auftrag der GAG (Gemeinnützige Aktien-Gesellschaft für Wohnungsbau) hier rund 1.121 Wohnungen im Stil der Neuen Sachlichkeit. Anders als die Mietskasernen der Gründerzeit setzte die Siedlung auf Reihenhäuser mit eigenem Garten, helle, durchlüftete Wohnungen und großzügige Grünflächen — Motto der Zeit war „Licht, Luft und Bäume". Beim Bau erhielt „Bickendorf II" den Architekturpreis der Stadt Köln. Die Siedlung steht seit 1990 unter Denkmalschutz. Riphahn richtete um 1927 in der Siedlung Künstlerateliers ein, in denen unter anderem die Dadaisten Marta Hegemann und Anton Räderscheidt arbeiteten. Die Garten- und Baumnamen-Straßen rundherum (Akazien-, Ahorn-, Hainbuchen-, Holunder-, Platanen-, Rotdorn-, Schlehdorn-, Wacholder-, Weißdornweg etc.) spiegeln das gärtnerische Konzept.

Quellen: