Straßen·Lexikon Köln · Est. 2026

Astrid-Lindgren-Allee

Länge
564 m
Hausnummern
51109: ungerade 1–71, gerade 10–34
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Stadtteil
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Benannt nach Astrid Anna Emilia Lindgren, geborene Ericsson (14. November 1907 – 28. Januar 2002), schwedischer Schriftstellerin und der wohl meistgelesenen Kinderbuchautorin der Welt. Aufgewachsen auf einem Bauernhof bei Vimmerby in Småland, arbeitete sie zunächst als Sekretärin in Stockholm, ehe sie 1944 für ihre kranke Tochter Karin die ersten Geschichten von einem starken, frechen Mädchen mit roten Zöpfen und Pferdekräften erfand: Pippi Langstrumpf erschien 1945 (deutsch 1949) und revolutionierte die Kinderliteratur, weil hier zum ersten Mal ein Kind die Welt der Erwachsenen souverän auf den Kopf stellte. Es folgten Meisterdetektiv Kalle Blomquist, Die Kinder aus Bullerbü, Karlsson vom Dach, Mio, mein Mio, Madita, Ronja Räubertochter und Die Brüder Löwenherz. Ihre Bücher wurden in über 100 Sprachen übersetzt und mehr als 165 Millionen Mal verkauft. Lindgren engagierte sich politisch — gegen Atomkraft, für Tierschutz, gegen Gewalt an Kindern — und prägte 1976 mit ihrer satirischen Steuer-Erzählung „Pomperipossa in Monismanien" den Sturz der schwedischen Sozialdemokraten. 1978 hielt sie ihre berühmte Friedenspreis-Rede „Niemals Gewalt!". Schweden stiftete nach ihrem Tod den höchstdotierten Kinderbuchpreis der Welt: den Astrid-Lindgren-Gedenkpreis. Die Allee bildet das Herzstück des 2004 gemeinsam benannten Brücker Frauen-Quartiers; passenderweise sind die Hofzufahrten in Anlehnung an die Bullerbü-Bücher als Nordhof, Mittelhof und Südhof ausgeschildert.

Quellen: