Straßen·Lexikon Köln · Est. 2026

Barlachweg

Länge
159 m
Hausnummern
50829: gerade 2–30
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Stadtteil
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Benannt nach Ernst Barlach (1870–1938), deutschem expressionistischen Bildhauer, Grafiker und Schriftsteller. Barlach wirkte ab 1910 in Güstrow (Mecklenburg), wo seine archetypischen Holz- und Bronzeplastiken — verhüllte, gebeugte, in sich gekehrte Figuren — zu Schlüsselwerken des deutschen Expressionismus wurden. Seine pazifistischen Mahnmäler für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs (Magdeburger Dom 1929, Hamburger St. Nikolai, Kieler Universitätskirche, Güstrow-Domreliefs) zeigen nicht Heldenpathos, sondern menschliches Leid — und zogen den Hass der Nationalsozialisten auf sich. 1937 zeigte das NS-Regime seine Werke in der Münchener Schau „Entartete Kunst", verhängte Ausstellungsverbot und ließ über 380 Arbeiten aus deutschen Museen entfernen. Barlach starb 1938 vereinsamt in Güstrow. Im Bocklemünder Maler-Cluster steht er — neben Beckmann und Nolde — für die Verfemung des Expressionismus.

Quellen: