Straßen·Lexikon Köln · Est. 2026
Stadtteil im Bezirk 4 · Ehrenfeld

Bocklemünd/Mengenich

Bocklemünd/Mengenich liegt im äußersten Nordwesten Kölns und gehört zum Bezirk Ehrenfeld. Rund 11.000 Menschen leben hier. Der Doppelname verweist auf zwei ursprünglich eigenständige Dörfer.

Beide sind alt: Bocklemünd wird 941 erstmals erwähnt, als Erzbischof Wichfried zwei Höfe den Nonnen von St. Cäcilien schenkte; der Name Mengenich geht vermutlich auf das lateinische „Magniniacum" zurück. In Mengenich fanden Archäologen eine bedeutende bandkeramische Siedlung der Jungsteinzeit. 1888 wurden beide Dörfer nach Köln eingemeindet, 1950 verwaltungstechnisch zusammengelegt.

Bis in die 1950er-Jahre blieb das Gebiet dörflich. Den grundlegenden Wandel brachte ab 1967 der Bau der Großwohnsiedlung „Görlinger Zentrum" – Kölns erste Hochhaussiedlung mit mehreren tausend Wohnungen, vor allem für einkommensschwache und kinderreiche Familien. Zeitweise war Bocklemünd/Mengenich der kinderreichste Stadtteil Nordrhein-Westfalens. Zwischen 2001 und 2013 wurde die Siedlung umfassend saniert.

Bekannt ist der Stadtteil auch durch das WDR-Produktionsgelände – hier wurde die „Lindenstraße" gedreht, was dem Ort den Spitznamen „Hollymünd" einbrachte. In Mengenich liegt zudem der BioCampus Cologne. In den Ortskernen erinnern Reste alter Hofgüter an die lange Geschichte.

Straßen in Bocklemünd/Mengenich

63  sichtbar