Hindemithweg
Benannt nach Paul Hindemith (1895–1963), deutschem Komponisten, Bratschisten und Musiktheoretiker. Hindemith gehörte mit Schönberg, Strawinsky und Bartók zu den prägenden Komponisten der musikalischen Moderne. Sein bekanntestes Werk ist die Sinfonie „Mathis der Maler" (1934), basierend auf der gleichnamigen Oper über das Leben des Malers Matthias Grünewald (um 1475–1528) zur Zeit der Bauernkriege; Wilhelm Furtwängler dirigierte mit den Berliner Philharmonikern die Uraufführung am 12. März 1934. Wegen kritischer Bemerkungen über Hitler und seiner jüdischen Frau wurde Hindemith binnen Wochen zur persona non grata der Nationalsozialisten; 1938 floh er in die Schweiz, 1940 in die USA, wo er bis 1953 an der Yale University lehrte. Im Bocklemünder Komponisten-Cluster ist er — neben den Wiener Schule-Vertretern — Repräsentant der „klassischen" musikalischen Moderne.
Quellen: