Bertolt-Brecht-Str.
Benannt nach Bertolt Brecht (1898–1956), dem einflussreichsten deutschsprachigen Dramatiker, Lyriker und Theatertheoretiker des 20. Jahrhunderts. Brecht war Mitbegründer und wichtigster Theoretiker des „Epischen Theaters", das durch Verfremdungseffekte die emotionale Identifikation des Zuschauers mit der Bühne durchbrechen sollte. 1928 wurde am Theater am Schiffbauerdamm in Berlin seine „Dreigroschenoper" mit der Musik von Kurt Weill (siehe Kurt-Weill-Weg) zum Sensationserfolg. Ab 1933 lebte Brecht im skandinavisch-amerikanischen Exil; im dänischen, schwedischen und finnischen Exil entstanden seine reifsten Stücke „Mutter Courage und ihre Kinder", „Leben des Galilei" und „Der gute Mensch von Sezuan". Nach Kriegsende kehrte er 1948 nach Ost-Berlin zurück und gründete mit seiner Frau Helene Weigel das Berliner Ensemble. Im Bocklemünder Cluster steht Brecht zentral für das politisch engagierte Theater des 20. Jahrhunderts.
Quellen: