Straßen·Lexikon Köln · Est. 2026

Schumacherring

Länge
1.019 m
Hausnummern
50829: ungerade 1–65, gerade 2–70
Fotografien
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Stadtteil
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Benannt nach Kurt Schumacher (1895–1952), Vorsitzendem der SPD und charismatischer Oppositionsführer der jungen Bundesrepublik. Schumacher hatte als Kriegsfreiwilliger 1914 an der Ostfront den rechten Arm verloren, später in der Weimarer Republik 12 Jahre für die SPD im Reichstag gesessen. Wegen seiner kompromisslosen Gegnerschaft zum Nationalsozialismus wurde er ab 1933 mit Unterbrechungen insgesamt 12 Jahre in Konzentrationslagern (u.a. Dachau, Flossenbürg) inhaftiert; 1948 musste ihm in Folge der KZ-Haft auch das linke Bein amputiert werden. Auf dem SPD-Parteitag in Hannover im Mai 1946 wurde er mit 244 von 245 Stimmen zum Parteivorsitzenden gewählt — er prägte die SPD bis zu seinem Tod 1952. Als Fraktionsvorsitzender im ersten Bundestag stand er Konrad Adenauer als schärfster, aber auch fairer demokratischer Kontrahent gegenüber. Im Bocklemünder SPD-Cluster bildet Schumacherring zusammen mit Ollenhauerring und Görlinger-Zentrum die zentrale politische Raumachse.

Quellen: