Straßen·Lexikon Köln · Est. 2026

Bergengruenstr.

Länge
212 m
Hausnummern
51109: ungerade 1–43, gerade 2–46
Fotografien
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Stadtteil
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Benannt nach Werner Bergengrün (1892–1964), deutsch-baltischem Schriftsteller und einer der prominentesten Vertreter der „Inneren Emigration" während der NS-Zeit. Bergengrün wurde in Riga geboren, lebte ab 1925 in München und konvertierte 1936 zum Katholizismus. Sein 1935 erschienener Roman „Der Großtyrann und das Gericht" – ein historischer Roman über Macht und Recht im Renaissance-Italien – wurde von vielen Lesern als verschlüsselte Kritik am NS-Regime verstanden, was den Autor in Schwierigkeiten brachte. 1937 wurde er aus der Reichsschrifttumskammer ausgeschlossen und stand unter Verbot. Nach dem Krieg veröffentlichte er den Lyrikband „Dies Irä" über Krieg und Schuld. Bergengrüns christlich-konservative Prügung machte ihn zu einem natürlichen Strassenpaten in der Adenauer-Siedlung Neubrück.

Quellen: