Straßen·Lexikon Köln · Est. 2026
1 Denkmal

Bernhard-Letterhaus-Str.

Länge
374 m
Hausnummern
50670: ungerade 17–51, gerade 2–40
Fotografien
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Stadtteil
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Benannt nach Bernhard Letterhaus (1894–1944), christlichem Gewerkschaftsführer, Verbandssekretär der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) in Köln und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus. Letterhaus aus Wuppertal-Barmen kam 1927 nach Köln. Ab 1933/34 bildete er den Kern der konspirativen „Kölner Kreis"-Widerstandsgruppe — gemeinsam mit Otto Müller (siehe Prälat-Otto-Müller-Platz) und Nikolaus Groß (siehe Nikolaus-Groß-Str.). 1942 versetzten ihn seine Widerstandsfreunde nach Berlin in die Wehrmachts-Abwehr, wo er Kontakte zur Gördeler-Gruppe und zum 20. Juli knüpfte; im Kabinett der gescheiterten Putsch-Regierung war er als Wiederaufbauminister vorgesehen. Nach dem Scheitern verhaftet, vom Volksgerichtshof unter Roland Freisler am 13. November 1944 zum Tode verurteilt, am 14. November 1944 in Berlin-Plötzensee hingerichtet. 1948 wurde die Odenkirchener Str. nach ihm benannt.

Quellen:

Verbundene Baudenkmäler

Stolpersteine in dieser Straße

Erinnerung an Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung. Die kleinen Messingsteine wurden vom Künstler Gunter Demnig vor dem jeweils letzten frei gewählten Wohnort verlegt.