Bismarckstr.
Mit Otto vom Bismarck trägt diese Straße den Namen von einem der bedeutendsten Staatsmänner des 19. Jahrhunderts. Mit seiner Politik, die auch so manchen kriegerischen Konflikt nicht scheute, hatte er maßgeblichen Anteil an der Reichsgründung 1871. Er drängte den preußischen König Wilhelm I. zur Annahme der Kaiserkrone, hatte großen Einfluß auf die Reichsverfassung und wurde vom Kaiser von 1871 bis 1890 zum Reichkanzler und Außenminister bestimmt. Bismarck prägte seine Zeit, so, dass gemeinhin von der Bismarck-Ära gesprochen wird. Schlagworte sind dabei der Kulturkampf, die Schutzzollpolitik, die Sozialistengesetze und noch Vieles mehr.
1875 wurde Bismarck Ehrenbürger der Stadt Köln. 1890 ging die Ära Bismarcks zu Ende, als er nach Differenzen mit Kaiser Wilhelm II. aus dem Amt schied. Acht Jahre später starb er. Verbunden mit der Moltkestraße und Roonstraße bildet die Bismarckstraße die zweite Ringstraße. Durchkreuzt wird sie dabei von der Kameke -, Venloer, Brüsseler und Antwerpener Straße.
Benannt nach Otto von Bismarck (1815–1898), preußischem Ministerpräsidenten und erstem Reichskanzler des Deutschen Reichs 1871–1890 — einer der einflussreichsten Politiker des 19. Jahrhunderts. Bismarck führte das geeinte Deutschland über drei Kriege herbei: Deutsch-Dänischer Krieg 1864 (siehe Schleswig-Holstein-Quartier in Neuehrenfeld), Deutscher Krieg 1866 gegen Österreich, Deutsch-Französischer Krieg 1870/71. Am 18. Januar 1871 wurde im Spiegelsaal von Versailles König Wilhelm I. zum Kaiser proklamiert. Bismarck schuf die deutsche Sozialgesetzgebung (Krankenversicherung 1883, Unfallversicherung 1884, Rentenversicherung 1889) — Grundlage des heutigen Sozialstaats. Wegen der Sozialistengesetze und seines Konflikts mit der Arbeiterbewegung blieb er aber lange umstritten. 1890 entließ ihn Kaiser Wilhelm II. („Der Lotse geht von Bord"). Die Bismarckstr. gehört zum Cluster der Straßen, die nach 1870/71 benannt wurden.