Boisseréestr.
Benannt nach den Brüdern Sulpiz (1783–1854) und Melchior Boisserée (1786–1851), Kölner Kunstsammler und Hauptinitiatoren der Kölner Domvollendung. Die Boisserées bauten ab 1804 — gemeinsam mit ihrem Freund Johann Baptist Bertram — eine systematische Sammlung altdeutscher und niederländischer Tafelmalerei auf, vorwiegend aus säkularisiertem Kölner Kirchenbesitz. Ihre Sammlung ging 1827 an König Ludwig I. von Bayern und bildet heute den Grundstock der Alten Pinakothek München. 1814 und 1816 entdeckten sie zusammen mit Architekt Georg Moller die zwei verschollen geglaubten Hälften des originalen mittelalterlichen Domgrundrisses in Darmstadt und Paris — damit war die Vollendung des Doms nach den ursprünglichen Plänen erst möglich. Sulpiz Boisserée veröffentlichte 1821–23 das monumentale Tafelwerk „Ansichten, Risse und einzelne Theile des Doms von Köln" und war zusammen mit Joseph Görres (siehe Görresstr.) und August Reichensperger Mitbegründer des Zentral-Dombau-Vereins 1842. Die Domvollendung 1880 wäre ohne die Boisserées undenkbar gewesen.
Quellen:
Verbundene Baudenkmäler
Nr. 2: Wohn- u. Geschäftshaus
Nr. 3: Wohnhaus
Nr. 4: Wohnhaus
Nr. 5: Wohn- u. Geschäftshaus
Nr. 6: Wohnhaus
Nr. 8: Wohnhaus
Nr. 10: Wohnhaus
Nr. 12: Wohnhaus
Stolpersteine in dieser Straße
Erinnerung an Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung. Die kleinen Messingsteine wurden vom Künstler Gunter Demnig vor dem jeweils letzten frei gewählten Wohnort verlegt.