Neustadt-Süd liegt im Bezirk Innenstadt und bildet zusammen mit Neustadt-Nord den halbkreisförmigen Gürtel der Kölner Neustadt rund um die Altstadt. Mit über 38.000 Einwohnern ist Neustadt-Süd einer der bevölkerungsreichsten Stadtteile Kölns.
Die Neustadt entstand im Rahmen der vierten Stadterweiterung zwischen 1881 und etwa 1905. Nach dem Abriss der mittelalterlichen Stadtmauer und der preußischen Wallanlagen ab 1880 wurde ihrem Verlauf folgend der Prachtboulevard der Kölner Ringe angelegt. Die anschließende Neustadt plante der Stadtbaumeister Hermann Josef Stübben als regelmäßiges Straßennetz mit großen, repräsentativen Plätzen. An den Kreuzungen der Ringe mit den teils noch römischen Ausfallstraßen entstanden Plätze wie der Rudolfplatz mit der erhaltenen Hahnentorburg oder der Barbarossaplatz. Die Teilung in Neustadt-Süd und -Nord entlang der Aachener Straße ist rein pragmatischer Natur.
Geplant war die Neustadt überwiegend als Wohnviertel für das gehobene Bürgertum; der Trend zur freistehenden Villa am Stadtrand kam erst später auf. Nach außen begrenzt der Innere Grüngürtel den Stadtteil – er entstand, als die Festungsanlagen nach dem Versailler Vertrag geschleift und in eine durchgehende Grünanlage umgewandelt wurden.
Heute ist Neustadt-Süd ein dicht bebauter, lebendiger Wohnstadtteil mit gründerzeitlicher Blockrandbebauung. Das „Kwartier Latäng" rund um die Zülpicher Straße ist mit der nahen Universität ein lebhaftes Studierenden- und Ausgehviertel. Viel Grün bietet der Volksgarten mit seinem Weiher.