Yitzhak-Rabin-Platz
Benannt nach Jitzchak Rabin (1922–1995), israelischem General und Politiker — zweimal Ministerpräsident Israels (1974–77 und 1992–95) und Friedensnobelpreisträger 1994. Rabin entwickelte sich vom Falken (Generalstabschef im Sechstagekrieg 1967) zum Friedenstaub seiner zweiten Amtszeit: Am 13. September 1993 unterzeichnete er mit PLO-Chef Jassir Arafat in Washington die Oslo-Verträge — der erste konkrete Schritt zur Anerkennung der Palästinenser und zur palästinensischen Selbstverwaltung in Gaza und Jericho. Für diesen Friedensschritt erhielt er 1994 gemeinsam mit Außenminister Schimon Peres und Arafat den Friedensnobelpreis. Am 4. November 1995 wurde Rabin in Tel Aviv am Rande einer Friedensdemonstration vom rechtsextremen Israeli Yigal Amir erschossen — der Mörder wollte mit der Tat die Friedenspolitik stoppen. Rabin starb mit 73 Jahren — sein Tod ist bis heute ein Trauma der israelischen Demokratie. Im Demokratie-Erinnerungs-Cluster der Neustadt-Süd steht der Yitzhak-Rabin-Platz neben dem Rathenauplatz und dem Hans-Abraham-Ochs-Weg.
Quellen: