Straßen·Lexikon Köln · Est. 2026
4 Denkmale

Lützowstr.

Länge
250 m
Hausnummern
50674: ungerade 1–41a, gerade 2–26
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Stadtteil
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Benannt nach Ludwig Adolf Wilhelm Freiherr von Lützow (1782–1834), preußischem Major und Begründer des nach ihm benannten Lützowschen Freikorps in den Befreiungskriegen 1813. Lützow stellte im Februar 1813 mit königlicher Genehmigung das „Königlich-Preußische Freikorps" auf — eine Truppe von über 3.000 freiwilligen Studenten, Bürgersöhnen und Patrioten, deren schwarze Uniformen mit roten Aufschlägen und goldenen Knöpfen die heutigen Farben der deutschen Flagge inspirierten (Schwarz-Rot-Gold). Bekannt wurde das Freikorps als „Schwarze Schar" oder „Wilde Jagd" durch die Kriegslieder seines Mitkämpfers, des jungen Dichters Theodor Körner („Lützows wilde verwegene Jagd", 1813). Politisch wirkte das Korps als Mythos der frühen deutschen Nationalbewegung; Friedrich Ludwig Jahn, der „Turnvater", war Mitglied. Lützow wurde 1814 ins reguläre Heer übernommen und kämpfte 1815 bei Waterloo. Im militärisch-bürgerlichen Cluster der Neustadt-Süd repräsentiert die Lützowstr. die frühe deutsche Nationalbewegung — neben den 1870/71-Erinnerungs-Straßen Roon-, Moltke-, Sedan- (Neustadt-Nord) etc.

Quellen:

Verbundene Baudenkmäler

Stolpersteine in dieser Straße

Erinnerung an Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung. Die kleinen Messingsteine wurden vom Künstler Gunter Demnig vor dem jeweils letzten frei gewählten Wohnort verlegt.