Straßen·Lexikon Köln · Est. 2026

Jean-Claude-Letist-Platz

Länge
26 m
Hausnummern
50674
Fotografien
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Stadtteil
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Benannt nach Jean-Claude Letist (1946–1990), Kölner Bürgerrechtler und Pionier der schwul-lesbischen Bewegung. Letist wurde in Brüssel geboren, kam 1968 nach Köln und arbeitete als Übersetzer und Dolmetscher beim Kölner Sender. In den 1970er und 1980er Jahren baute er die schwul-lesbische Szene Kölns wesentlich mit auf — er war Mitbegründer des Homozentrums SCHULZ, der Aidshilfe Köln, der Sozialen Arbeit für Lesben und Schwule sowie der queeren Buchhandlung Lavendelschwert. Er starb am Aschermittwoch, dem 28. Februar 1990, an den Folgen von AIDS. Die Benennung dieses zuvor namenlosen Platzes im Jahr 2000 war die erste deutsche Platzbenennung nach einem schwulen Aktivisten — ein bedeutsamer symbolischer Akt der Stadt Köln. Die Aidshilfe Köln vergibt jährlich den Jean-Claude-Letist-Preis für queer-aktivistisches Engagement.

Quellen: