Straßen·Lexikon Köln · Est. 2026
11 Denkmale

Lochnerstr.

Länge
147 m
Hausnummern
50674: ungerade 1–17, gerade 4–22
Fotografien
0 Bilder
Stadtteil
📷 Street View wird geladen …

Benannt nach Stefan Lochner (um 1410 – 1451), der bedeutendste Kölner Maler des Mittelalters und Hauptmeister der Kölner Malerschule der Spätgotik (Internationaler Stil/Weicher Stil). Lochners Hauptwerk ist der „Altar der Stadtpatrone" (auch Dombild) — heute im Kölner Dom in der Marienkapelle aufgestellt — ein dreiteiliges Tafelgemälde, das die Stadtpatrone mit der Anbetung der Heiligen Drei Könige zeigt; Albrecht Dürer bewunderte das Werk 1520 bei seinem Köln-Besuch und vermerkte es ausdrücklich in seinem Tagebuch. Erst durch diesen Dürer-Eintrag konnte das Werk 1823 Stefan Lochner als Schöpfer zugeschrieben werden — denn keines seiner Werke ist signiert. Weitere zentrale Werke: die „Muttergottes in der Rosenlaube" (Wallraf-Richartz-Museum) und das „Weltgericht" (heute Wallraf-Richartz-Museum / Alte Pinakothek). Lochner gilt als der wichtigste deutsche Maler vor Dürer; seine zarte, leuchtende Farbigkeit prägte die Kölner Buchmalerei und Tafelmalerei nachhaltig.

Quellen:

Verbundene Baudenkmäler

Stolpersteine in dieser Straße

Erinnerung an Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung. Die kleinen Messingsteine wurden vom Künstler Gunter Demnig vor dem jeweils letzten frei gewählten Wohnort verlegt.