Lochnerstr.
Benannt nach Stefan Lochner (um 1410 – 1451), der bedeutendste Kölner Maler des Mittelalters und Hauptmeister der Kölner Malerschule der Spätgotik (Internationaler Stil/Weicher Stil). Lochners Hauptwerk ist der „Altar der Stadtpatrone" (auch Dombild) — heute im Kölner Dom in der Marienkapelle aufgestellt — ein dreiteiliges Tafelgemälde, das die Stadtpatrone mit der Anbetung der Heiligen Drei Könige zeigt; Albrecht Dürer bewunderte das Werk 1520 bei seinem Köln-Besuch und vermerkte es ausdrücklich in seinem Tagebuch. Erst durch diesen Dürer-Eintrag konnte das Werk 1823 Stefan Lochner als Schöpfer zugeschrieben werden — denn keines seiner Werke ist signiert. Weitere zentrale Werke: die „Muttergottes in der Rosenlaube" (Wallraf-Richartz-Museum) und das „Weltgericht" (heute Wallraf-Richartz-Museum / Alte Pinakothek). Lochner gilt als der wichtigste deutsche Maler vor Dürer; seine zarte, leuchtende Farbigkeit prägte die Kölner Buchmalerei und Tafelmalerei nachhaltig.
Quellen:
Verbundene Baudenkmäler
Nr. 1: Wohnhaus
Nr. 5: Wohnhaus
Nr. 8: Wohnhaus
Nr. 9: Wohnhaus
Nr. 10: Wohnhaus
Nr. 11: Wohnhaus
Nr. 12-14: Wohnhaus
Nr. 13-15: Schule (Stephan-Lochner-Schule)
Nr. 16: Wohnhaus
Nr. 17: Wohnhaus
Nr. 20: Wohnhaus
Stolpersteine in dieser Straße
Erinnerung an Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung. Die kleinen Messingsteine wurden vom Künstler Gunter Demnig vor dem jeweils letzten frei gewählten Wohnort verlegt.