Kyffhäuserstr.
Benannt nach dem Kyffhäuser, einem Höhenzug am Südrand des Harzes in Thüringen, und insbesondere nach der berühmten Barbarossa-Sage (siehe Barbarossaplatz): Nach mittelalterlicher Volkssage schläft Kaiser Friedrich I. Barbarossa in einer unterirdischen Höhle des Kyffhäusers, mit der goldenen Krone auf dem Haupt; sein roter Bart ist durch den Steintisch gewachsen, an dem er sitzt, und windet sich zweimal um diesen herum. Alle hundert Jahre wacht er auf und schickt einen Zwerg hinaus, um zu prüfen, ob noch Raben um den Berg fliegen — ist es so, schläft er weiter; eines Tages aber, wenn die Raben verschwunden sind, wird er wieder herauskommen und das Reich erneuern. Im 19. Jh. wurde die Sage zum nationalen Symbol des deutschen Reichsgedankens; das monumentale Kyffhäuser-Denkmal (1896 eingeweiht, einer der größten Denkmale Deutschlands) zelebrierte den Mythos. Die Kyffhäuserstr. liegt nahe am Barbarossaplatz und steht damit räumlich und symbolisch im Bezug zur Stauferzeit.
Quellen:
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