Straßen·Lexikon Köln · Est. 2026
3 Denkmale

Görresstr.

Länge
124 m
Hausnummern
50674: ungerade 1–13, gerade 2–16
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Stadtteil
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Benannt nach Joseph Görres (1776–1848), Koblenzer Publizist, Privatgelehrter und einer der einflussreichsten katholischen Intellektüllen des Vormärz. Görres gründete 1814–1816 in Koblenz die Zeitschrift „Rheinischer Merkur" — Napoleon nannte sie „die fünfte Großmacht" nach Russland, England, Österreich und Preußen, was ihren publizistischen Einfluss gegen die Franzosenherrschaft markiert. Sein Beitrag zu Köln: Mit einem Artikel im Rheinischen Merkur am 20. November 1814 rief er die deutsche Öffentlichkeit erstmals breit zur Vollendung des Kölner Doms auf — gemeinsam mit Sulpiz Boisserée (siehe Boisseréestr.) und August Reichensperger gründete er 1842 den Zentral-Dombau-Verein, der die Domvollendung 1880 finanzierte. Görres war auch Mitbegründer der modernen katholischen Wissenschafts-Bewegung; die Görres-Gesellschaft (1876) trägt noch heute seinen Namen. Im Domvollendungs-Cluster der Neustadt-Süd steht Görres neben Boisserée und (indirekt) Hochstaden, Dassel und Meister Gerhard.

Quellen:

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Erinnerung an Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung. Die kleinen Messingsteine wurden vom Künstler Gunter Demnig vor dem jeweils letzten frei gewählten Wohnort verlegt.