Engelbertstr.
Benannt nach Engelbert I. von Köln (1185/86–1225), aus dem Geschlecht der Grafen von Berg, Erzbischof von Köln 1216–1225 und Reichsverweser für den jungen König Heinrich (VII.). Engelbert war einer der mächtigsten weltlich-geistlichen Fürsten seiner Zeit; er reformierte die Kölner Verwaltung, baute die Stadt aus und vermittelte zwischen Kaiser, Papst und Adel. Sein Tod war ein politisches Erdbeben: Am 7. November 1225 wurde er bei Gevelsberg (heute im Ennepe-Ruhr-Kreis) von seinem Großneffen Friedrich von Isenberg und dessen Gefolgsleuten überfallen und mit 40–50 Verletzungen und Knochenbrüchen brutal ermordet — Hintergrund war ein Streit um die Vogtei des Reichsstifts Essen. Engelbert wurde nie offiziell heiliggesprochen, aber ab 1618 im Erzbistum als regionaler Heiliger verehrt; in der mittelalterlichen Literatur (Cäsarius von Heisterbach, Walther von der Vogelweide, Annette von Droste-Hülshoff) ist sein Tod ein wiederkehrender Stoff. Im Erzbischof-Cluster der Neustadt-Süd repräsentiert er das späte Hochmittelalter.
Von der Zülpicher bis zur Richard-Wagner-Straße führt die Engelbertstraße. Dabei kreuzen sie die Beethoven-, Mozart- und Lindenstraße.
Der Namensgeber Engelbert I., Graf von Berg, wurde 1216 Erzbischof von Köln. Er führte die erfolgreichen Kämpfe gegen Limburg und Kleve, die die führende Rolle des Kölner Erzbistums in der Region festigten. Die Bürgerschaft von Köln gängelte der Bischof jedoch und jedes Streben nach Unabhängigkeit von der erzbischöflichen Herrschaft ließ er unterbinden. Dies führte schlußendlich zu Engelberts Ermordung. Seine Gebeine brachte man im Kölner Dom unter.
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