Frieda-Fischer-Weg
Benannt nach Frieda Fischer-Wieruszowski (1874–1945), Mitbegründerin und langjährige Direktorin des Museums für Ostasiatische Kunst in Köln. Gemeinsam mit ihrem Mann Adolf Fischer — einem Kunsthändler und Sammler — gründete sie 1909 die Museumsstiftung, die 1913 in einem Neubau am Hansaring eröffnet wurde (das heutige Gebäude an der Universitätsstr., siehe dort, ist der Nachkriegsbau von 1977). Frieda Fischer übernahm die Leitung nach dem Tod ihres Mannes wenige Monate nach der Eröffnung 1913 und führte das Museum durch den Ersten Weltkrieg und die Weimarer Republik; ihre Reisen und Publikationen zu Japan und China machten sie zur europäischen Expertin. 1937 wurde sie unter den Nationalsozialisten wegen der jüdischen Herkunft ihres Mannes abgesetzt — entgegen allen Bestimmungen des ursprünglichen Stiftungsvertrags. Der Frieda-Fischer-Weg liegt in der Nähe des heutigen Museumsgebäudes und ist Teil des Frauen-Erinnerungs-Clusters der Neustadt-Süd.
Quellen: