Straßen·Lexikon Köln · Est. 2026
7 Denkmale

Sachsenring

Länge
1.714 m
Hausnummern
50677: ungerade 1–91, gerade 2–40
Fotografien
1 Bild
Stadtteil
An der Ulrepforte 1946 · Historisch

Dritter Abschnitt der südlichen Kölner Ringstraßen — nach Habsburger-, Hohenstaufen- und Salierring. Benannt nach den sächsischen Königen und Kaisern aus dem Geschlecht der Liudolfinger bzw. Ottonen, die 919 (Heinrich I.) bis 1024 (Heinrich II.) die deutschen Könige stellten und ab Otto I. (Kaiserkrönung 962) das Heilige Römische Reich formell begründeten. Köln war eng mit den Ottonen verbunden: Otto I. der Große setzte seinen Bruder Brun (siehe Brunostr.) 953 als Erzbischof von Köln und Herzog von Lothringen ein — Brun wurde zum mächtigsten Kirchenfürsten im Reich nach dem Kaiser. Im chronologischen Dynastien-Cluster der Süd-Ringe (Stadtratsbeschluss 10. Mai 1883) steht der Sachsenring zwischen den jüngeren Saliern und dem älteren Karolingerring — die Reihe folgt rückwärts der deutschen Reichsgeschichte. Die Wahl der Ottonen war im Köln des 19. Jh. naheliegend, weil die direkte personale Verbindung über den heiligen Bruno (Otto-Bruder) Köln zu einem ottonischen Schwerpunktort macht.

Quellen:

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