Sachsenring
Dritter Abschnitt der südlichen Kölner Ringstraßen — nach Habsburger-, Hohenstaufen- und Salierring. Benannt nach den sächsischen Königen und Kaisern aus dem Geschlecht der Liudolfinger bzw. Ottonen, die 919 (Heinrich I.) bis 1024 (Heinrich II.) die deutschen Könige stellten und ab Otto I. (Kaiserkrönung 962) das Heilige Römische Reich formell begründeten. Köln war eng mit den Ottonen verbunden: Otto I. der Große setzte seinen Bruder Brun (siehe Brunostr.) 953 als Erzbischof von Köln und Herzog von Lothringen ein — Brun wurde zum mächtigsten Kirchenfürsten im Reich nach dem Kaiser. Im chronologischen Dynastien-Cluster der Süd-Ringe (Stadtratsbeschluss 10. Mai 1883) steht der Sachsenring zwischen den jüngeren Saliern und dem älteren Karolingerring — die Reihe folgt rückwärts der deutschen Reichsgeschichte. Die Wahl der Ottonen war im Köln des 19. Jh. naheliegend, weil die direkte personale Verbindung über den heiligen Bruno (Otto-Bruder) Köln zu einem ottonischen Schwerpunktort macht.
Quellen:
1 Fotografien
Interessantes in der Straße
Verbundene Baudenkmäler
Bronzefigur "Diana mit springender Antilope"
Transformatorenstation mit Grünanlage
Nr. 8: Wohnhaus
Nr. 30: Wohnhaus
Nr. 42: Stadtbefestigungsturm (ehem. Windmühle (Uhlrepforte)
Nr. 79: Schule
Nr. 91: Büro- und Verwaltungsgebäude
Stolpersteine in dieser Straße
Erinnerung an Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung. Die kleinen Messingsteine wurden vom Künstler Gunter Demnig vor dem jeweils letzten frei gewählten Wohnort verlegt.