Merowingerstr.
Benannt nach den Merowingern, dem ältesten Königsgeschlecht der Franken vom 5. Jh. bis 751 — abgelöst von den Karolingern (siehe Karolingerring). Der Name leitet sich von Merowech ab, einem halblegendären Stammvater, der Mitte des 5. Jh. lebte; sein Enkel Childerich I. (regiert ca. 458–481/82) ist der erste historisch greifbare Merowinger. Sein Sohn Chlodwig I. (siehe Chlodwigplatz) machte aus dem fränkischen Kleinkönigtum ein Großreich, das ganz Gallien umfasste — der Beginn dessen, was später Frankreich und Deutschland werden sollte. Chlodwig beseitigte um 510 auch Sigibert, den rheinfränkischen König von Köln — Köln wurde damit Teil des merowingischen Großreichs. Die letzte Phase der Dynastie (7./8. Jh.) gilt als „Schattenkönige" — die Macht lag bei den Hausmeiern der Familie Pippinide, deren bekanntestes Mitglied Karl Martell (Sieger über die Araber bei Tours/Poitiers 732) war. 751 wurde der letzte Merowinger Childerich III. von Pippin dem Jüngeren abgesetzt — die Karolinger übernahmen.
Quellen: