Barbarossaplatz
Dem Stauferherrscher Friedrich I. verlieh man bald den Beinamen Barbarossa, welches im italienischen Rotbart bedeutet. Er gilt als einer der bedeutendsten Kaiser der deutschen Geschichte. Bald rankten sich viele Mythen um diesen Herrscher, der während eines Kreuzzuges 1190 den Tod durch Ertrinken fand. Hinter dem Platz beginnt der Hohenstaufenring und so wird der Eindruck erweckt, dasss mit Barbarossa die Herrschaft der Staufer begann. Eigentlich ein Fehler, denn Friedrich I. war keinesfalls der erste Kaiser aus diesem Herrschergeschlecht. Seine große Bekanntheit und Bedeutung verhalfen ihm dann aber wohl zu der Ehre dem Ring vorran gestellt zu werden.
Die Platzfläche wird heute vom Schienennetz der KVB und fünf Straßen-Fahrspuren eingenommen. Somit ist kein Platzcharakter im eigentlichen Sinne vorhanden.
Großer Verkehrsplatz an der Stadtgrenze Altstadt-Süd / Neustadt-Süd, benannt nach Friedrich I. Barbarossa (um 1122–1190), Kaiser des Heiligen Römischen Reichs aus dem Geschlecht der Staufer. Der Platz liegt am südlichen Schnittpunkt von Hohenstaufenring und Luxemburger Str. — und der Hohenstaufenring (siehe dort) trägt seinen Dynastie-Namen direkt von Barbarossas Geschlecht. Barbarossa hatte besondere Bedeutung für Köln: Sein Kanzler Rainald von Dassel (siehe Dasselstr.) brachte 1164 die Reliquien der Heiligen Drei Könige aus dem von Barbarossa eroberten Mailand nach Köln — die Stadt wurde damit zum bedeutendsten Pilgerziel nördlich der Alpen. Barbarossa lebte in der mittelalterlichen Volkssage als schlafender Kaiser im Kyffhäuser weiter (siehe Kyffhäuserstr.) und wurde im 19. Jh. zur Kultfigur des deutschen Nationalismus. Sein Tod ertrunken im Saleph (heute Türkei) auf dem Dritten Kreuzzug 1190 inspirierte später den Mythos.