Dasselstr.
Benannt nach Rainald von Dassel (ca. 1114–1167), Erzbischof von Köln 1159–1167 und einer der mächtigsten Kirchenfürsten des Hochmittelalters. Rainald war Erzkanzler für Italien und engster Berater Kaiser Friedrich Barbarossas (siehe Barbarossaplatz); er prägte als Reichskanzler die Reichspolitik in Italien und im Investiturstreit mit dem Papst maßgeblich. Sein epochaler Beitrag zu Köln: Nach der Eroberung Mailands durch Barbarossa 1162 erhielt Rainald als Dank die Reliquien der Heiligen Drei Könige als Beutegut und ließ sie 1164 feierlich nach Köln überführen — am 23. Juli 1164 wurden sie in Köln empfangen. Diese Translation machte Köln zum bedeutendsten Pilgerzentrum nördlich der Alpen, ermöglichte die finanziellen Mittel für den späteren Dombau (siehe Hochstadenstr., Meister-Gerhard-Str.) und prägte das Stadtwappen mit den drei goldenen Kronen. Rainald starb 1167 in Rom an einer Seuche während eines Italienzugs Barbarossas.
Der Namenspatron dieser Straße war Reinald Graf von Dassel, der von 1156 bis 1159 als Reichskanzler unter Kaiser Friedrich I. Barbarossa fungierte. Nach Ende seiner Amtszeit wurde er zum Kölner Erzbischof gewählt. Er war es, der 1164 die Gebeine der Heiligen Drei Könige von Italien nach Köln brachte. Drei Jahre später verstarb der Erzbischof in Rom. Er wurde nach Köln überführt und im Dom beigesetzt.
Die Dasselstraße führt von der Lindenstraße aus zur Zülpicherstraße. Dabei kreuzt sie die Lochnerstraße, über die der Rathenauplatz zu erreichen ist.
Interessantes in der Straße
Verbundene Baudenkmäler
Nr. 6: Wohnhaus
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Stolpersteine in dieser Straße
Erinnerung an Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung. Die kleinen Messingsteine wurden vom Künstler Gunter Demnig vor dem jeweils letzten frei gewählten Wohnort verlegt.