Agrippinaufer
Das Agrippinaufer ist ein Teil der Rheinuferstraße und verläuft als B9/B51 vom Ubierring im Norden bis zur Schönhauser Straße im Süden. Zwischen Rhein und Agrippinaufer verläuft die Agrippinawerft mit der Speicherstadt und anderen modernen Bauten des neu gestalteten Rheinauhafens. Nach Westen schließen die Gebäude der Fachhochschule an.
Agrippina (15-59 n. Chr.) war römische Kaiserin und Gründerin von Köln (CCAA). Weniger bekannt ist, dass sie die Mutter von Kaiser Nero war. Auf dem Rathausturm gibt es eine Figur von ihr.
Rheinuferstraße, benannt nach Iulia Agrippina (15–59 n. Chr.), genannt Agrippina die Jüngere — Tochter des Germanicus, Schwester Caligulas, Frau Kaiser Claudius', Mutter Kaiser Neros — und Stadtmutter Kölns. Agrippina wurde im November 15 n. Chr. im oppidum Ubiorum geboren, wo ihr Vater als Statthalter über vier kaiserliche Legionen residierte. 49 n. Chr. heiratete sie ihren Onkel Claudius und bewog ihn, ihrem Geburtsort den Stadtrechtsstatus einer Colonia zu verleihen: die Colonia Claudia Ara Agrippinensium (CCAA) — kurz Köln. Es ist die einzige Stadt im Imperium Romanum, die von einer Frau gegründet und nach ihr benannt wurde. Kein Wunder, dass das Ufer und die Werft (siehe Agrippinawerft) ihren Namen tragen — und dass im Kölner Karneval die Jungfrau des Dreigestirns symbolisch auf Agrippina verweist. Antikenforscher Werner Eck hat ihre Rolle 1993 in einer Standard-Monographie aufgearbeitet.
Quellen: